Das Leben und so

Geld sparen mit Hund: Unsere Tricks – mit DIY Spielzeug

In der Blogparade von miDoggy dreht sich diesen Monat alles ums Geldsparen mit Hund. Auch wir haben unsere Tricks gesammelt, die wir gerne mit dir teilen.

Liegeplätze

Es muss kein Designersofa sein. Meine Hunde schlafen auf alten Polstern mit ausrangierten Kinderbettbezügen. Das Ganze liegt in einfachen Plastikkörbchen (obwohl ich, wenn ich heute ein neues Körbchen kaufen müsste, versuchen würde, ein etwas umweltfreundlicheres Material zu finden). Praktisch und einfach zu reinigen. Auch ein altes Federkissen meiner Oma (auch das würde ich nie kaufen, aber wo es nun eben da ist…) hat eine neue Funktion als Kalles Lieblingsschlafplatz erhalten. Und die Couch teilen wir uns ohnehin, die wurde nicht extra für die Hunde angeschafft.

Leinen, Halsbänder und co

Ich muss zugeben, dass ich es hier anfangs falsch gemacht habe. Günstigere Modelle gekauft, die innerhalb kurzer Zeit kaputt waren. Besonders Schleppleinen haben wir einige verbraucht. Bis ich dann endlich eine hochwertige Schleppleine aus Biothane (die wir bis heute haben) gekauft habe, hatte ich schon unnötig Geld ausgegeben. Sowohl für Leinen als auch für Geschirr oder Halsband gilt für mich jetzt: Lieber einmal etwas Teureres, aber Stabiles und Passendes kaufen. Das kostet im Endeffekt weniger Geld, produziert weniger Müll und kostet weniger Nerven. Dafür brauchen wir kein großes Sortiment: Eine Schleppleine, zwei kurze Leinen, eine Flexi-Leine, ein Halsband und zwei Geschirre für beide Hunde zusammen habe ich momentan.

 

 

Spielzeug

Meine Hunde lieben neues Spielzeug. Hundespielzeug aus Tierfachgeschäften ist aber oft teuer, schadstoffbelastet und wenig nachhaltig. Und hält in den wenigsten Fällen den Schäterskyzähnen länger als ein paar Stunden stand. Zum Glück gibt es gute Alternativen. Kalle geht es wie Dobby dem Hauselfen: Socken sind sein liebstes Geschenk, und er hat mittlerweile eine ganze Sammlung davon. Die Löcher darin stören ihn überhaupt nicht, sondern werden mit Begeisterung vergrößert. Letztes Jahr habe ich aus Spanien (wo es das Konzept von Pfandflaschen anscheinend nicht gibt) einige leere Plastikflaschen mitgebracht („Du weißt, dass das Müll ist, Nora?“, meinte eine Freundin nachsichtig, als sie meinen Kofferinhalt sah). Die geben, mit Löchern ausgestattet, wunderbare Futterspielzeuge ab. Wenn Kalle die Lust am Zerfetzen überkommt, darf er das am Altpapier ausleben. Alte Stofftiere aus meiner Kindheit werden nach und nach den Hunden übereignet und sind bei ihnen besonders beliebt. Und neulich habe ich aus einer alten Jeans mit zerissenen Knien ein Spieltau gebastelt, das im Gegensatz zu Spielzeug aus T-Shirtstoff ziemlich reißfest ist. War super einfach und ist trotz Zergeln und Kauen stabil gebieben. Das möchte ich dir natürlich nicht vorenthalten.

 

Anleitung: DIY Spieltau

Du brauchst:

  • Eine alte Jeans
  • Eine Schere

So geht’s:

  • Schneide die Beine der Jeans an den Knien ab. (Jetzt hast du eine kurze Hose, die du noch wunderbar tragen kannst!)
  • Schneide die abgetrennten Jeansbeine längs auf.
  • Schneide daraus zehn gleich breite Streifen (die Länge und Breite kannst du der Größe deines Hundes anpassen).
  • Schneide einen der Streifen in acht schmale Streifen der halben Länge.
  • Lege drei der anderen Streifen übereinander und binde sie mit einem schmalen Streifen ein Stück unterhalb des oberen Endes zusammen. Flicht sie zu einem Zopf, den du mit dem nächsten schmalen Streifen auch am unteren Ende zusammenbindest.
  • Wiederhole den letzen Schritt zweimal.
  • Nun kannst du die drei Zöpfe übereinander legen, wieder flechten und an beiden Enden zusammenbinden, gut zuknoten!
  • Schneide die überstehenden Enden in Fransen.

Ein schon hast du ein tolles, kostenloses Upcycling-Spielzeug!

 

 

Futter

Beim Futter ist für mich teilweise eine Grenze des Sparens erreicht. Fleisch aus Massentierhaltung kommt nicht in Frage. Wir tragen nicht nur die Verantwortung für unsere Hunde, sondern auch für alle anderen Tiere. Deshalb bekommen meine Hunde fleischhaltiges Futter nur in Bioqualität, dafür eben nicht so viel Fleisch. Bio-Trockenfutter und sogar Nassfutter ist bezahlbar, wenn man in großen Mengen bestellt. Preisvergleich im Internet lohnt sich durchaus, es gibt deutliche Unterschiede zwischen verschiedenen Händlern, auch bei der gleichen Futtersorte. Daneben fressen die Hunde auch Nudeln, Kartoffeln, Hirse und Ähnliches mit Gemüse und Öl, alles beim Discounter günstig erhältlich. Wildkräuter und Brombeeren kann man in der Natur sammeln, ganz und gar kostenlos. Besonders jetzt im Herbst hat die Natur noch mehr zu bieten: Heruntergefallenes Obst ist lecker, gesund, häufig mit Insektenprotein aufgewertet (aus Hundesicht ist so eine Made ein klarer Pluspunkt), und selbst gefunden schmeckt ohnehin am besten.

 

 

Beschäftigung

Zur artgerechten Auslastung ist kein teurer Hundesport in Hundeschule oder Verein nötig! Tricktraining und Suchspiele kannst du einfach selbst durchführen, ohne einen Trainer bezahlen zu müssen (übrigens findest du auf meinem Blog in der Kategorie Trickdog auch Anleitungen für nette Tricks – natürlich kostenlos). Aus Alltagsgegenständen lassen sich leicht Hindernisse wie Hürden oder Slalom bauen, anstatt Spezialausrüstung zu kaufen oder für Stunden auf dem Hundeplatz zu bezahlen. Mit Stühlen und Decke baut man schnell einen Tunnel. Oder du findest auf Spaziergängen Baumstämme, Äste, Röhren, Pfosten und Ähnliches, die zum Springen, Darübersteigen, Hindurchkriechen und Umrunden einladen.

 

 

Tierarzt

Auch wenn hier Geld natürlich nicht die entscheidende Rolle spielt: Eine gesunde Lebensweise, Bewegung im richtigen Maß und ausgewogene Ernährung beugen Krankheiten vor und sparen langfristig Tierarztkosten. Regelmäßiges Zähneputzen macht teure und für den Hund belastende Zahnbehandlungen unnötig. Und durchdachtes Impfen in sinnvollem Rhythmus verhindert schwere Erkrankungen, während gleichzeitig weder dein Hund noch dein Geldbeutel durch unnötig häufige Impfungen zu stark belastet werden.

Wissen

Ich liebe Bücher. Nichts auf der Welt kann sie ersetzen, und auch mein Regal voller Hundebücher möchte ich nicht missen. Trotzdem schätze ich auch das Internet als Quelle von schnellen und kostenlosen Informationen sehr. Wobei ich natürlich alles kritisch hinterfrage, aber das tue ich bei Büchern auch. Ich könnte nie so schnell so viele Bücher kaufen, wie ich Neues wissen möchte. (Wie haben die Leute das früher eigentlich gemacht? Die mussten doch jedes Mal in eine Bibliothek rennen, wenn sie etwas in Erfahrung bringen wollten, oder?) Über das Internet kann man sich einfach ohne Kosten Wissen aneignen – vor allem natürlich durch das Lesen fantastischer Hundeblogs!

Das waren sie also, meine Tipps zum Geldsparen. Jetzt bist du an der Reihe: Wie sparst du mit Hund Geld?

 

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