Das Leben und so

Juni in Kürze

Anders: In letzter Zeit passiert etwas, das ich vorher nicht kannte: Ich sitze vor dem Bildschirm und warte auf die Worte. Sie kommen nur langsam und unbeholfen und wenn ich den Text nachher durchlese, habe ich fast den Eindruck, als klinge es nicht nach mir. Bin nicht sicher, ob ich ihn überhaupt veröffentlichen kann, Parkplatz bei den Entwürfen. Ich habe einige Themen, über die ich schreiben möchte. Aber die Sätze formen sich nicht wie gewohnt von selbst. Zu sehr beschäftigt mit anderen Dingen, nehme ich an. Trotzdem versuche ich heute, einen Rückblick zu schreiben. Tippe einfach drauf los und denke mir, ich muss es ja nicht veröffentlichen, wenn es Mist ist. Oder kann vielleicht auch einfach mal Mist veröffentlichen.

Endlich: Mit dem Schätersky geschwommen. Na ja, jedenfalls er ist geschwommen. Ich versuchte mich als Schwimmlehrerin und hielt ihn dabei. Etwas unsicher war er noch. Aber ich habe das Gefühl, dass er hinterher ziemlich zufrieden mit sich war.

Geschafft: Mit dem Blog umgezogen. Alles schön DSGVO-konform eingerichtet. Ich mag meinen neuen, eigenen Blog. Nur die Links haben den Umzug nicht überstanden,  210 sind zerbrochen. Ganz ehrlich, die zu reparieren habe ich jetzt keine Lust.

Genervt: Mich über die DSGVO geärgert. Haben da Leute nichts Besseres zu tun, als uns allen das Leben schwer zu machen?

Stolz: Unterwegs mit den Hunden, auf einer Wiese an einer Straße samt Baustelle Rast gemacht. Kalle hatte keine Angst. Besser sogar: Dieser Rastplatz war seine eigene Idee.

Doof: Unser Platz für den Zwölftelblick ist komplett zugewachsen, kein Durchkommen. Vorhaben abgebrochen. Nächstes Jahr den Ort klüger wählen.

Begegnet: Hunden und Menschen, wie so häufig. Kommunikation mit ersteren mit höherer Wahrscheinlichkeit erfolgreich als mit letzteren. Wiederholungen der immer gleichen Sätze: Der macht nichts. (Ständig! Ständig dieser dümmste aller Klischeesätze.) Sonst hört er immer.  (Sicher.) Da kann ich jetzt nichts machen. (Doch. Herkommen, anleinen, fertig.) Dann ein Lichtblick: Begegnung mit drei Hunden und Halter auf schmalem Weg. Ich verlangsame uns, bringe Ruhe in meine Hunde. Und merke, dass unser Gegenüber genau das Gleiche tut. Genau die gleiche Stimmung in seinem Rudel verbreitet. Wir gehen mit ruhigen und friedlichen Hunden aneinander vorbei. Formen ein „Morgen“ nur mit den Lippen, weil jedes laute Wort das Gleichgewicht stört. Ich lächle, weil es Leute gibt, die das verstehen.

Fotografiert: Den Hund auf der Schulter. Das Ergebnis ist qualitativ schlecht, aber ziemlich witzig. Ich hatte ja keine Ahnung, was für Grimassen er da oben schneidet! Oder dass er meine Haare ankaut.  

Probiert: Getoastete Süßkartoffelscheiben. Kalle fand sie toll, ich okay, Mia hat nur ihr Näschen gerümpft und sie nicht angerührt.

Und sonst: Der Morgen ist die schönste Zeit des Tages. Dann wird es zu warm. Hunde dösen den ganzen Tag. Ich wünschte manchmal, ich könnte das Gleiche tun. Schade, dass ich kein Hund bin. Viel passiert bei uns nicht. Ziemlich beschäftigt mit Masterarbeit. Gut, dass ich kein Hund bin, denn ohne Physik entgeht denen so einiges.

 

 

2 Comments

  • The Pell-Mell Pack

    Schön ist es hier im neuen Heim geworden.
    Und tröste Dich mir fehlte auch lange meine Stimme – und die Freude an der Fotografie. Ich schiebe es auf die DSGVO. Diesen Wahnsinn zu verstehen hat jedwede Kreativität verdrängt. Langsam wird meine Stimme wieder lauter, Schreiben macht wieder Freude. Ich hoffe, dass deine Blogauszeit bei Dir das Gleiche bewirkt.

    Herzliche Grüße
    Stephie

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