Das Leben und so

November in Kürze

Gute Tat des Monats: Diesmal von Kalles Seite: Nicht ausgerastet. Nicht mal geknurrt. Winzling kommt auf uns zugestürmt, ich gebe Kalle die Erlaubnis sich mitzuteilen, damit der Kleine nicht blindlings in den Schrecken seines Lebens rennt. Kalle bleibt ruhig. Schaut ihn nur direkt an. Winzling bleibt stehen. Siehst du, Kalle, du kannst es doch.

Böse Tat des Monats: War ich nicht. Irgendein Bauer ist schuld. Hat einfach die Wiese eingezäunt und Schafe darauf gestellt. Die Wiese, auf der der Grasbüschel steht. Der Grasbüschel, an den Kalle jeden Abend gepinkelt hat. Ohne Ausnahme. Bis der Zaun kam. Weltuntergang.

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Rätsel des Monats: An dieser Stelle stand bis gerade eben wieder mal eine Beschwerde über andere Hundehalter. Nach der schönen ersten Adventstürchengeschichte von Buddy habe ich jetzt aber beschlossen, das Meckern in der Vorweihnachtszeit mal sein zu lassen. (Oh Mist, worüber schreibe ich denn dann jetzt?)

Erkenntnis des Monats: Meine beiden Hunde sind so verschieden. Wenn ich körpersprachlich mit ihnen arbeite, muss ich mich immer je nach Hund umstellen. Was ausreicht, um Kalle zu stoppen, verlangsamt Mia höchstens ein bisschen. Was Mia zum Anhalten braucht, lässt Kalle schon rückwärts laufen. Aber mit beiden macht das Arbeiten Spaß.

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Reaktionszeiten, wenn ich sie beide rufe
Dummheit des Monats: Mitten in einem philosophischen Disput über die Essbarkeit von Wollt-ihr-nicht-wissen hören wir ein Halsband klirren. Wir reagieren innerhalb von Sekundenbruchteilen. Kalle fährt mit gesträubtem Fell hoch. Ich springe ihm in den Weg, verschwende keine Zeit, mich umzuschauen. Antäuschen, einander fixieren, dann gibt er nach, ich kann in sein Geschirr greifen, nun kann ich mich um den anderen Hund kümmern. Ich schaue mich um. Gähnende, ausgestorbene Idylle. Ist der Hund schon wieder weg? Plötzlich wieder das Klirren. Kalle knurrt. Ich schaue mich um, hektischer. Dann sehe ich es. An einem Ast in der Nähe hängt einsam ein Halsband und schaukelt im Wind. Mia sieht uns an, als hätten wir den Verstand verloren.

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Verrücktheit des Monats: Die eines gewissen Fuchses. Entfernt sich eigentlich von uns, bemerkt dann die Hunde, dreht sich um und rennt geradewegs auf sie zu. Zum Glück an ihnen vorbei, und zum Glück kommen die Hunde auf meinen Ruf. Aber was denkt der sich?

Begegnung des Monats: Diejenigen, die nicht stattgefunden haben. „Da kommt Nora mit Kalle, gehen wir lieber einen anderen Weg.“ Pflichtschuldiges Winken. Sozialfaktor Hund: läuft.

Glücksmoment des Monats: Schnee!!! Und davor der erste Frost. Früher mochte ich den November nicht. Dank Kalle hat sich das geändert.

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Schnee!!! Bei der Geschwindigkeit kommt die Handykamera nicht mehr mit.
Wunder des Monats: Ein lauter Knall während des Spaziergangs, ganz nah. Kalle erschrickt, rennt los. Bleibt dann stehen und dreht sich zu mir um. Kommt sofort, als ich ihn rufe und bleibt ohne Leine bei mir.

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