Trickdog

Trick: Rückwärts umrunden

Bei diesem Trick soll dein Hund einen Gegenstand rückwärts umrunden. Natürlich ist es hilfreich, dass dein Hund das Umrunden von Gegenständen (vorwärts) (eine Anleitung findest du z.B. bei Hundekind Abby) und das Rückwärtslaufen (z.B. bei Hundetage und Hundstage) bereits kann. Außerdem ist ein Markersignal (z.B. Klicker) eine große Hilfe.

Da es anfangs passieren kann, dass dein Hund gegen den Gegenstand läuft, sollte er möglichst rund und stabil sein (der Gegenstand, nicht der Hund). Keinesfalls darf er scheppernd umfallen oder scharfe Kanten haben, an denen sich dein Hund verletzen kann. Gut geeignet ist zum Beispiel ein Eimer mit schwerem Inhalt. Stelle den Gegenstand am besten so auf, dass er zu zwei Seiten durch Wände begrenzt ist, wobei genug Platz sein sollte, dass dein Hund sich nicht eingeengt fühlt. Außerdem sollte der Gegenstand zunächst bei jedem Training an derselben Stelle stehen. Im Folgenden werde ich das Umrunden gegen den Uhrzeigersinn beschreiben.

RUR1

Das Vorgehen:

  1. Schicke deinen Hund vorwärts (im Uhrzeigersinn) um den Gegenstand. So befindet er sich in der optimalen Ausgangsposition und hat den Gegenstand mit Sicherheit bemerkt.
  2. Lasse ihn rückwärts laufen, bis sich seine Schulter auf Höhe des Gegenstandes befindet. Laufe dabei langsam mit und halte genügend Abstand, sodass dein Hund sich nicht bedrängt fühlt.
  3. Führe deine rechte Hand außen am Hund vorbei. Belohne ihn, wenn er mit dem Kopf folgt, solange er sich sich dabei nicht vorwärts bewegt.IMG_20180404_182036[1]
  4. Bewege deine Hand weiter. Da dein Hund das Rückwärtslaufen bereits kennt, wird er sich hoffentlich rückwärts bewegen. Belohne ihn dafür.
  5. Bewege nun deine Hand langsam im Bogen. Belohne deinen Hund sofort, wenn er hinten „umschwenkt“. Achte dabei darauf, dass er nicht an den Gegenstand stößt.
  6. Führe deinen Hund auf diese Weise Schritt für Schritt rückwärts um den Gegenstand. Belohne ihn alle ein bis zwei Schritte. Du selbst kannst vor dem Gegenstand stehen bleiben und nur deinen Arm bewegen.IMG_20180404_182106[1]
  7. Sobald sich seine Schulter wieder auf Höhe des Gegenstands befindet, lasse deinen Hund erneut rückwärts laufen, bis er wieder auf Ausgangshöhe ist. Lobe und belohne ihn.
  8. Wiederhole Schritte 1-7 so lange, bis dein Hund das Prinzip verstanden hat. Um dein Signal für das gerade Rückwärtslaufen nicht zu „verunreinigen“, solltest du es so früh wie möglich ersetzen. Gib in Schritt 1 zuerst ein neues Signal deiner Wahl, danach das bekannte zum Rückwärtslaufen. Nach kurzer Zeit sollte dein Hund schon auf das erste Signal reagieren, sodass du das zweite weglassen kannst.
  9. Sobald dein Hund weiß, was du von ihm möchtest, kannst du beginnen, die Futtergaben zu reduzieren. Schließlich soll dein Hund nur noch an sechs Klickpunkten belohnt werden (siehe Abbildung).IMG_20180404_182103[1]
  10. Sind die Klickpunkte etabliert, kannst du nach und nach deine Hilfestellung abbauen. Vergrößere allmählich den Abstand zwischen deiner Hand und der Hundenase, indem du die Hand höher hältst. Schließlich deutet deine Hand die Bewegung nur noch in der Luft als Sichtzeichen an, der Hund bewegt sich zwischen den Futterpunkten selbstständig. Ein Halbkreis der Hand gibt sozusagen das Signal zum „Umschwenken“.
  11. Nun kannst du allmählich zurück bleiben, wenn dein Hund am Anfang rückwärts auf den Gegenstand zu läuft, sodass deine Distanz zum Gegenstand nach und nach größer wird. Irgendwann bewegst du dich nur noch vom Ausgangspunkt weg, um den Hund an den Klickpunkten zu belohnen (hier hilft der Klicker, um den Punkt auf Entfernung präzise zu bestätigen), und kehrst dann dorthin zurück.
  12. Sobald das gut funktioniert, werden die Klickpunkte abgebaut. Zögere die Klicks für Punkt 2 und 4 nach und nach etwas hinaus, bis sie mit Punkt 3 bzw. 5 zusammenfallen. Lobe deinen Hund dabei verbal, um ihm zu zeigen, dass er auf dem richtigen Weg ist, auch wenn der Klick kurz ausbleibt. Die Intensität des Lobs kannst du an deinen Hund anpassen: Ist er zögerlich, sollte deine Stimme ermunternd sein, ist er übereifrig, eher ruhig.
  13. So kannst du weiter vorgehen, um auch die übrigen Klickpunkte abzubauen. Zögere Punkt 1 hinaus, bis er auf Punkt 3 fällt, und Punkt 5, bis er auf den Endpunkt fällt. Bis schließlich Punkt 3 ebenfalls mit dem Endpunkt zusammenfällt, der als einziger übrig bleibt. Vergiss das verbale Lob und die Handzeichen zum „Umschwenken“ dabei nicht.
  14. Zum Schluss kannst du das Gelernte generalisieren, indem du zunächst mit verschiedenen Gegenständen und dann in wechselnder Umgebung übst.

Das Ergebnis kannst du dir hier als Video anschauen:

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