Staunend,  Wandern mit Hund

Von Nordseehunden und Schlammrabauken 1: Nordsee mit Hund [Werbung]

Ich könnte diesen Hund knutschen. Nur der Gedanke an all das Gefussel im Mund hält mich davon ab. Stattdessen knuddel ich ihn bis zum Umfallen (im wahrsten Sinne des Wortes) und erzähle ihm, wie absolut großartig er ist. Er liegt auf dem Rücken, schiebt mit der Pfote meine Hand zu seinem Bauch und scheint mir voll und ganz zuzustimmen. Ich tippe diesen Beitrag einhändig.

[Hinweis: Dieser Artikel ist unbezahlt, jedoch aufgrund von Orts-/ Veranstaltungsnennungen als Werbung gekennzeichnet.]

Die vorletzte Woche haben wir in der Nähe von Cuxhaven an der Nordsee verbracht. Sind durch Heide, Wald und Watt gewandert. Das Wochenende waren wir in Wingst. Sind bei Camp Canis gestartet. Und Kalle hat alles so wunderbar mitgemacht. Mich so stolz gemacht.

Aber der Reihe nach.

Über den Urlaub gibt es gleichzeitig viel und wenig zu erzählen. Gleich am Tag der Anreise sind wir abends am Hundestrand in Sahlenburg. Es ist so schön, dass wir es jeden Abend unserer Zeit in Cuxhaven wiederholen. Vom Wanderparkplatz in Arensch aus läuft man etwa eine halbe Stunde durch den Wald bis zum Hundestrand. Perfekt für einen Abendspaziergang. Unser Lieblingsweg ist ein schmaler Pfad an der Küste entlang, immer wieder mit Blick auf das Meer.

 

Lieblingsweg.
Sonnenuntergang.

 

Dann der fast menschenleere Sandstrand. Dahinter die Weite des Watts. Der Sonnenuntergang. Wir lieben es. Kalle rennt und rennt und strahlt vor Glück.

 

Das Watt.
Kalle im Glück.

Tagsüber erkunden wir am liebsten die weitläufige Küstenheide. Mal zu dritt, mal nur Kalle und ich auf längeren Strecken. Ich mag die schmalen Wege, die sich durch Heidelandschaft schlängeln. Wir genießen die freie Sicht und die Stille. Die meisten Touristen sind an der Küste rund um Cuxhaven unterwegs. Hier in der Heide ist es angenehm leer. Dadurch sind unsere Wanderungen sehr entspannt.

 

In der Heide.
Ein Heidehäschen in seinem natürlichen Lebensraum.
Diese Wege sind einfach großartig.

 

An einem Tag möchte ich die anderen Küstengebiete und Strände sehen. Wir beginnen in Altenbruch, wo es einen Leuchtturm namens Dicke Berta und einen Hundestrand geben soll. Es war keine gute Idee. Wir stellen fest, dass Hunde auf den Küstenwegen wegen der Schafe nicht erlaubt sind. Als Alternative bleiben nur Radwege, auf denen E-Bikefahrer anscheinend neue Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen versuchen. Enttäuscht entscheide ich mich dagegen, den Hundestrand zu suchen. Nach einem schnellen Foto fahren wir direkt zu meinem zweiten Ziel für diesen Tag, dem Küstenabschnitt mit Hundegrünstrand bei Döse.

 

Da sind die wolligen Übeltäter.

 

Hier ist es sehr viel besser. Wir sitzen in der Sonne auf der Wiese. Schauen aus Meer hinaus und den Schiffen nach. Wälzen uns im Gras. Entspannen. Es freut mich so, wie gut Kalle trotz der Menschen abschaltet und genießt.

 

Schiffe beobachten.
Entspannen.

 

Dann laufen wir über einen reinen Fußgängerweg am Strand entlang zur Kugelbake, dem Wahrzeichen Cuxhavens. Hier endet die Elbe und die Nordsee beginnt. Auch am Sandstrand sind Hunde erlaubt. Wir toben durch den Sand, durchs Watt, spritzend durch das flache Wasser. An diesem Abend kehren wir sehr müde und glücklich in unsere Unterkunft zurück.

 

Kugelbake. Wie man sieht, ist es windig.

 

Am Freitag schließlich verabschieden wir uns von Cuxhaven und machen uns auf nach Wingst, denn Camp Canis ruft. Unterwegs unternehmen wir einen Abstecher zum Ahlen-Falkenberger Moor. Ich finde Moore immer faszinierend, und dieses mag ich besonders. Auf Holzstegen wandern wir zunächst durch die wunderschöne Moorlandschaft, dann geht es hinüber zum ruhigen Halemer See.

 

Auf Holzstegen durch das Moor.
Am See.

 

Kalle steigt sogar mit mir die steile Treppe auf den Aussichtsturm hoch. Eigentlich wäre ich gerne den Rundweg um die Seen gelaufen. Allerdings sind wir noch immer ein wenig müde von sieben Stunden wandern am Vortag. Außerdem möchte ich rechtzeitig in Wingst sein, um vor dem Check-in in Ruhe anzukommen, zu essen und die Hunde zu füttern. Also machen wir uns vom Aussichtsturm aus auf den Rückweg. Ein kleines Picknick am Flögelner See, dann sitzen wir schon wieder im Auto. Die kribbelige Aufregung steigt: Wingst, wir kommen!

 

Blick vom Aussichtsturm.
Rast am Wasser.

Das Abenteuer geht bald weiter! Was wir bei Camp Canis erlebt haben und warum ich so furchtbar stolz auf Kalle bin, erzähle ich dir im nächsten Beitrag.

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